Auf dem Sonnendeck ins Abenteuer

Oetinger Corporate lud zum Story Summit in die HafenCity

By 17. September 2018 Storytelling No Comments

Berge erklimmen kann man auch in Hamburg. Das zeigte der Oetinger Story Summit 2018, der in diesem Jahr zum ersten Mal in der HafenCity vor Anker ging. Unter dem Titel „Bleibt alles anders“ konnten sich alle Teilnehmer bei bestem Wetter und in unmittelbarer Nähe zum Baakenhafen quasi auf dem Sonnendeck über neue Trends, elementare Bausteine und Best Cases rund um das Thema Corporate Storytelling informieren.

Die Mischung macht’s

Wer von Geschichten redet, sollte natürlich wissen, wo das Publikum unterwegs ist. Sitzen Kinder und Jugendliche überhaupt noch vor dem Fernseher? Über welchen Kanal oder mit welchen Themen erreicht man sie am besten? Nutzen auch schon die ganz Kleinen Smartphones?

Kenntnisreiche Antworten auf diese und mehr Fragen boten Susanne te Poel und Rolf Kosakowski von CROSSKIDS, das Joint Venture von CROSSMEDIA und KB&B – The Kids Group. Gleichermaßen fundiert durch Theorie und Praxis skizzierten sie die relevanten Rahmenparameter des medialen Marktes und die damit verbundenen Chancen. Kampagnen für die junge Zielgruppe sind nach ihrer Ansicht gut beraten, auf die sich verändernde Mediennutzung mit einem ebenso flexiblen wie strategischen Medienmix zu reagieren. Und ja, auch die 6- bis 9-Jährigen nutzen tatsächlich schon zu einem signifikanten Teil ein Smartphone.

Bleibt alles anders

Doch nicht alles ändert sich. Selbst in einem so dynamischen Umfeld wie dem der neuen Medien gibt es einige Konstanten. Die grundlegenden Mechanismen von guten Geschichten funktionierten bei Shakespeare nicht anders als bei Snapchat, wie Philippe Patra von *wow now story design in seiner Keynote sehr plastisch zeigen konnte. Gerade deshalb sei Storytelling für einen multimedialen und kommunikationsfreudigen Kontext besonders geeignet. Letztlich ließen sich vor dem Hintergrund beschleunigter Nutzungsszenarien und schwindenden Vertrauens nur mit erzählenden Formaten nachhaltige Beziehungen aufbauen.

Wie so etwas konkret für die Markenbildung funktionieren (oder auch floppen) kann, zeigte der Online-Redakteur und Storywerker den Teilnehmern in einem praxisorientierten Workshop. Hier konnten sie handwerkliche Stärken und Schwächen von Corporate Stories anhand zahlreicher Beispiele nicht nur anschaulich nachvollziehen, sondern auch gleich beim Entwickeln einer eigenen Kurzgeschichte ausprobieren.

Markenkern: Emotion

Wissen Sie, was Felsquellwasser und Piemont-Kirsche gemeinsam haben? Kristina Sammann und Sascha Börngen von Oetinger Corporate sorgten für einen erhellenden Aha-Moment, als sie den verdutzten Summit-Besuchern verrieten, dass es sich bei Wasser wie Kirsche um Erfindungen im Dienste der emotionalen Markenbindung handelt (und zwar so erfolgreiche, dass sie sogar als Marke eingetragen sind). In ihrem lebendigen Beitrag machten die beiden deutlich, wie viel Geschichten mit dem Wecken von Gefühlen zu tun haben. Das taten sie – wie es sich für so ein Thema gehört – auf sehr unterhaltsame und kurzweilige Weise. Anhand eines aktuellen Fallbeispiels zeigten sie, wie Storytelling bei der Einführung neuer Produkte helfen kann und wie sich beim begleitenden Projektmanagement Kreation wie Produktion optimal ergänzen können – von der ersten Idee bis zum fertigen Produkt.

Neben dem fachlichen Input kamen aber auch der lockere Austausch und das leibliche Wohl nicht zu kurz. Damit bot auch der diesjährige Oetinger Story Summit einmal mehr spannende Einblicke in entspannter Atmosphäre bei bester Aussicht, gleichermaßen auf erfolgreiche Kampagnen wie auf den Hafen – Geschichten auf dem Sonnendeck eben. Wir freuen uns schon auf die nächste Kreuzfahrt!

Ein paar Impressionen vom Tag finden Sie hier: